Langfristiger Hochwasserschutz dank Reuss-Projekt

Zwischen dem 19. und 22. August 2005 gab es aufgrund heftiger Regenfälle fast im ganzen Kanton Luzern grossflächige Überschwemmungen und unzählige Erosionen in und an Fliessgewässern. Stark betroffen waren das Reussgebiet und das Gebiet der Kleinen Emme. Gemäss den Aufzeichnungen der Landeshydrologie erreichte die Reuss in Mühlau einen Spitzenabfluss von 840 Kubikmetern pro Sekunde, die Kleine Emme in Littau einen Spitzenabfluss von 650 Kubikmetern pro Sekunde.
Reussbühl

Das Hochwasser von 2005 richtete entlang der Reuss und der Kleinen Emme Schäden von gegen 350 Millionen Franken an. Im Bild: Schwemmholz am Seetalplatz.

Die Hochwasserschäden von 2005 beliefen sich entlang der Reuss und der Kleinen Emme auf 345 Millionen Franken (nur Schäden an Gebäuden und öffentlichen Infrastrukturen). In Absprache mit dem Kanton Luzern ergriffen die Gemeinden und Wasserwerke verschiedene Sofortmassnahmen, um die Sicherheit von Menschen, Tieren, Infrastrukturen und Gütern im betroffenen Gebiet unverzüglich wiederherzustellen. 

Um das Reusstal auch langfristig vor Hochwasser zu schützen, unterbreitete der Regierungsrat dem Kantonsrat im März 2006 einen Planungsbericht  für Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekte an der Reuss und an der Kleinen Emme. Der Kantonsrat nahm den Planungsbericht zustimmend zur Kenntnis und legte damit den Grundstein für die beiden Hochwasserschutz-Projekte.